Wie in vielen anderen Programmiersprachen, so gibt es auch in Ruby Konventionen, welche den Code verständlicher, lesbarer und leichter zu debuggen machen. Ruby kennt die folgenden Konventionen:
WorttrennungIn Sprachen wie Java wird Worttrennung mittels CamelCase bei jedem weiteren Wort realisiert - das gilt in Ruby als unelegant (eine Ausnahme bilden hier nur Klassennamen). Um Wörter zu trennen, wenn man denn unbedingt mehr als ein Wort als Namen verwenden will, werden Unterstriche (_) benutzt. Klassennamen sollten, mit Großbuchstaben beginnend, nach wie vor in CamelCase geschrieben werden.
MethodennamenMethodennamen werden in Ruby generell klein geschrieben, auch wenn die Syntax der Kompatibilität wegen großgeschriebene Methodennamen erlaubt.
Selbstmodifizierende MethodenAlle Methoden, die das Objekt, dass sie aufrufen, modifizieren, sollten ein Ausrufezeichen (!) am Ende ihres Methodennamens tragen. Einige Methoden, wie zum Beispiel Thread#terminate tun das nicht, aber solchen Methoden sieht man für gewöhnlich bereits am Namen an, dass sie ihren Sender verändern.
Boolsche MethodenMethoden, die nur
Schreiben von MethodennamenWenn in der Ruby-Community über Methoden gesprochen wird oder Methoden dokumentiert werden, so muss deutlich gemacht werden, ob es sich bei der Methode nun um eine Klassen- oder Instanzmethode handelt. Es gilt folgende Konvention:
In der Regel meint aber KonstantenKonstanten werden in Ruby tradionell großgeschrieben.
Klassen- und ModulnamenSowohl Klassen- als auch Modulnamen beginnen groß und gehen dann klein weiter:
VariablenAlle Variablennamen sind ausschließlich klein, egal ob es sich um lokale, Instanz-, Klassen- oder globale Variablen handelt.
KlammernBei MethodenKlammern sind in den meisten Fällen optional, es bleibt dem Programmierer überlassen, ob er sie verwendet oder nicht:
DecoratorsDie meisten Rubyisten haben sich allerdings dafür entschieden, sogenannte Decorator-Methoden wie z.B. attr_accessor ohne Klammern zu schreiben.
Methoden ohne ArgumenteWenn einer Methode keinerlei Argumente mitgegeben werden, lässt man die leeren Klammern () nach dem Methodennamen weg.
Bei KonstruktenKlammern um die Bedingungen einer
EinrückungenVerschachtelter Ruby-Code wird eingerückt. Dies dient der Übersichtlichkeit und ermöglicht auch einfacheres Debuggen des Codes. In der Ruby-Community haben sich 2 Leerzeichen pro Verschachtelungslevel eingebürgert, Tabs werden nicht verwendet (viele Editoren lassen sich so einstellen, dass sie beim Druck der Tabulator-Taste statt Tabs Leerzeichen benutzen).
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